Dokureihe „StayWithMoria“: Videoproduktion für eine Spendenaktion des Burggymnasiums Friedberg

Projekt: Dreiteilige Dokumentationsreihe · Rolle: Konzept, Kamera, Ton, Schnitt, Color Grading · Auftraggeber: #StayWithMoria / Burggymnasium Friedberg (Hessen) · Jahr: 2020

Das Projekt in Kürze

Aus einem Politik-Leistungskurs am Burggymnasium Friedberg entstand eine Hilfsaktion, die weit über die Wetterau hinaus Kreise zog: #StayWithMoria. Schülerinnen und Schüler sammelten Sach- und Geldspenden für Geflüchtete in Griechenland, packten in Eigenregie tausende Hilfspakete und brachten sie gemeinsam mit der Gießener Hilfsorganisation GAiN Germany (Global Aid Network) per LKW nach Griechenland. Eine Delegation aus Schüler:innen, Lehrkräften und Eltern begleitete den Transport bis nach Athen und half dort eine Woche lang direkt bei den Partnerorganisationen vor Ort mit.

Meine Aufgaben beim Projekt StayWithMoria

Meine Aufgabe: das Projekt filmisch begleiten und in eine dreiteilige Dokureihe übersetzen. Begonnen mit der ersten Pack-Aktionen in der Turnhalle bis zu den Camps außerhalb von Athen. Entstanden ist keine Hochglanz-Werbung, sondern eine Dokumentation, die zeigt, was passiert, wenn eine Schule beschließt, nicht nur zu diskutieren, sondern zu handeln.

Kurz gefasst:

Format

Dokureihe in drei Teilen + Interview-Material zur Weiterverwendung

Leistungen

Konzeption, Kamera, O-Ton, Interviewführung, Schnitt, Color Grading, Sounddesign

Drehorte

Burggymnasium Friedberg · GAiN Germany, Gießen · Athen und Umgebung

Teil 1: Die Pack-Aktionen am Burggymnasium

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Der erste Teil beginnt dort, wo aus einer Idee Logistik wird: in der Turnhalle des Burggymnasiums. Hundert Helfer*innen, mehrere parallele „Arbeitsstraßen“, tausende Hygieneartikel, die sortiert, ergänzt und neu verpackt werden.

Meine Herangehensweise war es zu beobachten anstatt zu inszeniert. Ich habe überwiegend handgeführt in der Halle gearbeitet, um dem Tempo der Pack-Straßen folgen zu können, und diese Bewegtbilder mit ruhigen Detailaufnahmen kontrastiert. Hände, Kisten, Listen, Klebeband. Dazwischen kurze O-Töne direkt aus der Situation heraus, ohne den Ablauf zu stoppen.

Teil 2: LKW-Beladung bei GAiN Germany in Gießen

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Zwischen „gepackt“ und „angekommen“ liegt der Moment, in dem die Spenden das Land verlassen. Für Teil 2 habe ich die Beladung der LKW beim Logistikpartner GAiN Germany in Gießen begleitet. Ein Drehtag in einer aktiven Lagerhalle, in der Palette für Palette in den Auflieger wandert.

Erzählerisch ist dieser Teil das Scharnier der Reihe. Er macht sichtbar, dass hinter der Geste „Wir spenden etwas“ eine professionelle Kette aus Logistik, Zoll und Koordination steht. Visuell habe ich mit Zeitraffer-Sequenzen der Beladung, Schulterkamera zwischen den Helfenden und Weitwinkelaufnahmen der vollen Auflieger gearbeitet, um Maßstab und Menge greifbar zu machen.

Interviews: die Stimmen hinter der Aktion

Die Interviews sind der rote Faden der gesamten Reihe. Geführt habe ich sie mit Schüler*innen, Lehrkräften, Eltern und Helfenden vor Ort, teils als klassische Sitzinterviews mit gesetztem Licht, teils spontan mitten im Geschehen. Mein Ansatz bei der Interviewführung: offene Fragen, viel Geduld, keine vorformulierten Antworten. Bei jungen Menschen, die zum ersten Mal vor einer Kamera stehen, entscheidet die erste Minute darüber, ob später ein brauchbarer Satz kommt. Genau diese O-Töne tragen die Doku. Sie liefern das Warum, während die Beobachtungsebene das Was zeigt.

Teil 3: Die Gesamtdoku – die Reise nach Athen

Der dritte Teil ist das Herzstück der Reihe: die Gesamtdokumentation der Reise nach Athen. Ich habe das Team auf der Fahrt begleitet und vor Ort gedreht, bei den Hilfsorganisationen in Athen, bei der Übergabe und Verteilung der Hilfsgüter sowie in den Flüchtlings-Camps außerhalb der Stadt.

Dieser Teil verlangte die deutlichste Haltungsentscheidung der ganzen Produktion: Wie filmt man Menschen in einer Notlage, ohne sie auszustellen? Meine Leitlinien waren:

Keine Aufnahme ohne Einverständnis! Zunächst Kontakt aufnehmen, dann die Kamera zücken – und nicht umgekehrt. Es gibt keinen Elends-Voyeurismus. Der Fokus liegt auf Begegnung, Arbeit und Würde statt auf Zuspitzung. Kleines Setup. Eine Kamera, minimales Equipment – wer nicht auffällt, stört nicht.

Vor Ort führt die Organisation. Die Partnerorganisation kennt den Kontext, ich nicht. Ihre Vorgaben waren gesetzt. Die Produktionsbedingungen waren: dokumentarisches Run-and-Gun, wechselnde Lichtsituationen von greller Mittagssonne bis zu Innenräumen ohne Licht, begrenzte Lade- und Backup-Möglichkeiten unterwegs, entsprechend striktes Datenmanagement mit täglichem Doppel-Backup.

Postproduktion: Aus mehreren Stunden Material entstand ein Schnitt, der die Reise chronologisch erzählt, die Interviews als Reflexionsebene einwebt und bewusst ohne Off-Kommentar auskommt.

Du planst eine Dokumentation, einen Imagefilm oder eine Videobegleitung für dein Projekt?

Hinweis: Ein Teil der Texte auf dieser Seite wurden mit Hilfe von KI generiert, umformuliert oder korrigiert.